Wenn Ihr Herz nicht mehr richtig arbeitet - Herzinsuffizienz
Das Herz...
...ist ein erstaunliches Organ: Ein Muskel, der unermüdlich und zuverlässig Stunde um Stunde, Jahr um Jahr seinen
Dienst tut und uns am Leben hält. Damit Sie sich ein Bild machen können, was dabei abläuft, haben wir eine
animierte Grafik der Herzfunktion.
Sie sehen dort, wie Vorhöfe, Klappen und Kammern funktionieren, außerdem wird das Reizleitungssystem dargestellt.
Was aber, wenn das Herz nicht mehr richtig arbeitet? Häufig handelt es sich um eine Herzleistungsschwäche, die so
genannte Herzinsuffizienz.
Hierbei handelt es sich um keine eigenständige Erkrankung, sondern um einen Symptomenkomplex - ein Krankheitsbild
mit mehreren charakteristischen Symptomen. Von einem insuffizienten, einem schwachen Herzen oder einer
Herzleistungsschwäche wird gesprochen, wenn das Herz nicht in der Lage ist, den Körper in jeder Situation
ausreichend mit Blut und damit auch mit Sauerstoff zu versorgen.
Wie erkennt man eine Herzleistungsschwäche?
dick geschwollene Knöchel (Ödeme)
nächtliches Wasserlassen
vermehrtes nächtliches Schwitzen
Luftnot beim Treppensteigen oder sonstigen Belastungen
Engegefühl im Brustkorb bei Belastungen
Herzrasen und konstant beschleunigter Pulsschlag
leichte Blaufärbung der Haut (besonders der Lippen)
Erschöpfung
Kann man einer Herzinsuffizienz vorbeugen?
Es gibt zahlreiche Substanzen und Therapien zur Behandlung der Herzinsuffizienz.
Sinnvoll ist es, eine Herzinsuffizienz möglichst früh zu erkennen, zu behandeln, das Herz zu stärken,
und schon früh die schädlichen Einflüsse abzustellen bzw. zu reduzieren (zum Beispiel: Rauchen,
Übergewicht, zu wenig Bewegung).
Schweregradeinteilung
Der Schweregrad der Herz- bzw. Herzleistungsschwäche wird in Anlehnung an die Empfehlung der New Yorker
Herzgesellschaft (New York Heart Association) in die NYHA-Stufen I bis IV eingeteilt:
NYHA I - keine Beschwerden
NYHA II - Beschwerden bei stärkerer körperlicher Belastung (z.B. Luftnot nach 3 Etagen Treppensteigen oder beim zügigen Bergangehen)
NYHA III - Beschwerden bei leichter körperlicher Belastung (z.B. Luftnot nach 1 Etage Treppensteigen, beim langsamen Bergangehen oder beim zügigen Gehen in der Ebene)
NYHA IV - Beschwerden bereits in Ruhe, die unter leichter körperlicher Belastung schlechter werden
Therapie bei Herzinsuffizienz
Bei einer Herzinsuffizienz ist das erste Gebot immer das Erkennen der zugrunde liegenden Erkrankung, und wenn möglich die Behandlung derselben.
Die Behandlung der Herzinsuffizienz ist abhängig von der Grunderkrankung und vom Schweregrad. Grundsätzlich gibt es unterschiedliche therapeutische Möglichkeiten zur Behandlung einer Herzinsuffizienz:
Behandlungsformen
Vorbeugung ist die beste Behandlung (Vorbeugung durch Stärkung, d.h. eine Herzinsuffizienz möglichst früh zu erkennen, zu behandeln, das Herz zu stärken, z.B. auch mit Weißdornextrakt)
Allgemeine Maßnahmen (gesunde Ernährung, körperliche Bewegung, achten Sie auf Ihr Gewicht)
Medikamentöse Behandlung einer Herzinsuffizienz
Operationsverfahren
kardiale Resynchronisation (bei Linksherzinsuffizienz wird ein kleines Gerät, ähnlich dem Herzschrittmacher, eingesetzt)